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Terror kurz vor Weihnachten

Von Andreas Roth
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Ausgerechnet kurz vor dem Heiligen Abend. Ausgerechnet auf einem Weihnachtsmarkt. Ausgerechnet im Schatten einer Kirche. Die Schneise des Todes, die ein LKW am Montagabend am Berliner Kurfürstendamm zog, sendet ihre Schockwellen. Zwölf Menschen­leben waren am Dienstag zu beklagen, Dutzende Trauernde und Dutzende Verletzte, die um ihr Leben kämpfen. Man müsse von einem terroristischen Anschlag ausgehen, sagte die Kanzlerin kurz nach der Tat.

Als Verdächtigen hat die Berliner Polizei einen jungen Pakistaner festgenommen, der als Flüchtling in der Stadt leben soll. Allein diese Nachricht verdrängt den Schock und die Trauer bei vielen durch ein anderes Gefühl: Wut, bisweilen auch Hass. Auf Flüchtlinge, auf Muslime, auf die da oben. Kaum etwas aber würde den Zielen eines mutmaßlichen Attentats mehr nützen als solche Eruptionen.

Denn der Kampf, den Islami­sten – vielleicht auch an der Berliner Gedächtniskirche – führen wollen, gilt der offenen Gesellschaft: Einer Gesellschaft, die Menschenrechte jedes Einzelnen verteidigt, die Unterschiede und Spannungen aushält, die im Grunde eines sein will – barmherzig und gerecht. Die an diesem Anspruch oft auch scheitert. Aber versucht, es besser zu machen. Dieser Kern der offenen Gesellschaften Europas und Amerikas beruft sich zu recht auf den jüdischen und christlichen Glauben.

Es ist schrecklich, dass dieses Unheil ausgerechnet kurz vor dem Heiligen Abend, ausgerechnet auf einem Weihnachtsmarkt und ausgerechnet im Schatten einer Kirche geschah. Aber die Weihnachtsbotschaft ist keine Geschichte für eine heile Welt. Sie geschah mitten im Unheil. Und will gerade da ein Trost sein.

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2 Lesermeinungen zu Terror kurz vor Weihnachten
Gert Flessing schreibt:
22. Dezember 2016, 21:22

Die "heile Welt", lieber Herr Roth, erwarten wir, wenn das "Heil der Welt" wieder kommt.
Bis dahin gilt, so fürchte ich, was Jochen Klepper einst dichtete: "Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld. Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr, von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her."
Es ist eigentlich verwunderlich, das es so lange gedauert hat, bis auch bei uns so ein Anschlag geschehen ist. Die Bilder von Nizza waren mir oft vor Augen, kannte ich doch die Straße dort, in die der LKW gerast war, wie ich den Platz an der Gedächtniskirche kenne.
Das Dunkel ist immer gegenwärtig in dieser Welt. Ja auch die Antwort, die mancher meint finden zu müssen und die eben in Hass und Wut besteht. Leider. Denn dadurch wird die Finsternis nicht verringert.
Eine offene Gesellschaft, wie die, in der wir leben, hat ihre Schwächen. Dazu gehört auch, dass die Offenheit missbraucht werden kann.
Nach dem ersten "Missgriff" ist die Fahndung ja weiter gegangen und hat einen neuen Namen hervor gebracht, auf den vieles hin weist. Leider wird auch wieder das bestätigt, was von manchen befürchtet wurde.
Auch die Tatsache, das da ein Mensch nicht nur seine Herkunft verschleierte, sondern auch seinen Namen und sein Wollen, spielt eine Rolle.
Zwölf Menschen mussten sterben. Warum? Weil einer zwar unsere offene Gesellschaft ausgenutzt hat, aber den Grundgedanken, der hinter dieser Gesellschaft steht, ablehnt, fürchtet, hasst?
Die Welt scheint mir manchmal ein dunkler Ort.
Um so wichtiger ist dieses Licht, das mitten in der Finsternis aufstrahlt und uns Mut macht. Auch den Mut, offen zu bleiben und durch diese Offenheit, Hass und Wut zu überwinden.
Allen eine gesegnetes Christfest
Gert Flessing

Beobachter schreibt:
24. Dezember 2016, 8:19

"Ausgerechnet kurz vor dem Heiligen Abend. Ausgerechnet auf einem Weihnachtsmarkt. Ausgerechnet im Schatten einer Kirche."
Das zeigt doch genau, welcher Geist dahinter steckt- der Geist des "friedliebenden" Korans! Ob das unsere "Politiker" und "Kirchenfürdten" doch noch irgendwnn einmal begreifen?

Tageslosung

Hilf deinem Volk und segne dein Erbe und weide und trage sie ewiglich!

(Psalm 28,9)

Jesus spricht: Ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird e i n e Herde und e i n Hirte werden.

(Johannes 10,16)

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