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Fürchte dich nicht vor der Sehnsucht nach Erlösung

Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Jesaja, 43, Vers 1
Grit Markert
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Grit Markert ist Jugendpfarrerin des Kirchenbezirks Leipzig.

Das ist ihr Taufspruch. Drogen gehörten zu ihrem jungen Leben davor. Ein heftiges Erlebnis für uns alle, am Taufstein dieses alte Wort des Jesaja zu lesen, zu hören, seine Kraft zu spüren. »Ich habe dich erlöst, du bist mein«, sagt Gott. Manchmal, auch nach ihrer Taufe, wird sie rückfällig. Aber immer wieder sucht sie nach diesem Gott, der Erlösung schenkt.

»Ich bin ein erlöster Neuner!«, sagte er, und wir anderen mussten laut loslachen. Wir mochten ihn sehr, aber mit seinen gelegentlichen unbeherrschten Zornesausbrüchen war er ganz bestimmt vom Stadium des Erlösten noch ein gutes Stück entfernt. Wir erlebten gerade miteinander ein Seminar über das Enneagramm, eine alte Wüstenväterlehre, durch welche wir uns neun verschiedenen Persönlichkeitstypen zuordnen können. Das hilft, merke ich immer wieder, um mich und andere besser zu verstehen. Und natürlich geht es auch darum, sich nicht alles von sich und anderen gefallen zu lassen, eben erlö­ster zu werden. Ich muss nicht laute Zornesausbrüche haben, damit ich gehört werde – Gott kennt doch längst meinen Namen. Ich muss nicht Macherin sein, damit ja nicht … Gottes »Du bist mein« steht doch immer wieder über allem.

Auch das Volk Israel kannte jahrelanges Unerlöstsein hautnah. Im Exil kaum noch zu wissen, wohin man gehört, welchen Namen man trägt – hatten die ersten Kinder vielleicht schon babylonische Namen? Nun kommt der Weg des Zurück verbunden mit dieser stillen, ernstgemeinten Ansage Gottes: Ich habe dich erlöst, du bist mein. Kennen Sie diese Sehnsucht, Erlöster zu sein? Fürchte dich nicht davor, sagt uns dieses Bibelwort.

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Der HERR verstößt nicht ewig; sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte.

(Klagelieder 3,31-32)

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(1.Petrus 5,10)

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