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Braucht der Glaube Heimat?

Strukturreform: In einer unübersichtlichen Welt wächst das Bedürfnis nach Nähe. Die Kirche muss im Dorf bleiben, fordern viele. Dabei ist sie mehr.
Notiert von Andreas Roth
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Heimat ist wieder eine Sehnsucht: Je schneller die Welt wird, desto größer die Suche nach Nähe und Wurzeln – wie hier im erzgebirgischen Lippersdorf. © Foto: Steffen Giersch

Das Kleine wächst, wo das Große wächst. In einer Welt voller Globalisierung und Mobilität sprießt zugleich die Sehnsucht nach Verwurzelung. »Das Bedürfnis nach Heimat ist eine Gegenbewegung zur Individualisierung«, sagt der Leipziger Religionssoziologe Gert Pickel. Und die Proteste gegen die Strukturreform-Pläne der sächsischen Landeskirche fordern: Lasst bloß die Kirche im Dorf.

Wobei Jesus das Wort Heimat nicht kannte. Egal aber war sie ihm nicht. »Jesus liebte seine Heimat«, schrieb der Theologe Rudolf Lange in seiner »Theologie der Heimat«. »Während er über all die menschlichen Verzichte, denen er unterworfen war, kein Wort verliert, erachtet er das Opfer seiner Heimatlosigkeit einer ausdrücklichen Betonung für wert.« Anders als die Tiere hat der Menschensohn aus Nazareth keine feste Bleibe und er schien sie zu vermissen (Matthäus 8, 20). Zugleich aber verstand man Jesus am Ort seiner Herkunft nicht und bedrohte ihn gar (Lukas 4). Heimat als Sehnsucht und Enge: Jesus kannte beides.

Eignen sich Heimat und Nähe als Kriterium für kirchliche Strukturen? Die Kritiker der landeskirchlichen Pläne für größere Gemeindeverbünde in Sachsen sehen das so. Und werden dabei von wissenschaftlichen Studien unterstützt. Es gebe einen klaren Zusammenhang zwischen der Verbundenheit zu einer Kirchgemeinde vor Ort und zur Kirche überhaupt, fand die jüngste Mitgliederbefragung der Evangelischen Kirche in Deutschland heraus.

»Wo ein Pfarrer oder ein aufgeschlossenes Gemeindehaus mit aktiven Gruppen vor Ort sind, gibt es eine hohe Religiosität«, fasst der Leipziger Religionssoziologie-Professor Gert Pickel die Ergebnisse zusammen. »Wenn sich diese sozialen Bindungen auflösen, löst sich auch Religiosität auf. Entscheidend ist die soziale Nähe.« Wobei dies noch nichts über die Art der Gemeindestrukturen sagen muss. Denn in der EKD-Studie ist unter den Befragten aus fusionierten Gemeinden die Verbundenheit zur Kirche sogar stärker gewachsen als geschwunden.

Heimat ist eben keine Verwaltungseinheit. Sie ist mehr. Und auch Kirche ist mehr. »Für ein Dorf kann auch ein schöner Gasthof oder ein Feuerwehrhaus Identität stiften, das muss kein Kirchturm sein«, sagt der Leisniger Superintendent Arnold Liebers. »Das Alleinstellungsmerkmal von Kirche ist doch: Dass hier das Evangelium verkündet wird. Im kleinsten Dorf kann man eine Kerze anzünden und gemeinsam beten. Alles andere sind Strukturen, die ganz unterschiedlich sein können.«

Liebers ist der oberste Pfarrer eines Kirchenbezirks, der ganz besonders mit den Problemen kleiner werdender Gemeinden in weit verstreuten Dörfern zu kämpfen hat. Und er ist ein Mann, der sich selbst als mittelsächsischen »Bauernjungen« bezeichnet und für den das Thema Heimat kostbar und existentiell ist. Und gerade er sagt: »Heimat weist auch über uns hinaus.« Hinaus über die Ortsgrenze zu den Glaubensgeschwistern in der Region. Und hinaus auf die zukünftige Heimat, in der Gott alle Tränen abzuwischen versprochen hat.

Die Welt ist in Bewegung und die Kirche in ihr. Manche meinen, beide seien aus den Fugen. Und viele suchen dabei Halt in einer Heimat. Das Volk Gottes aber ist auf Wanderung: »Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir« (Hebräer 13, 14). Gott befreite Israel aus Ägypten, indem er es in Bewegung setzte. Die Sehnsucht nach einer Heimat war der Motor. Sie ist das gelobte Land. Doch der Gott der Bibel ist auch bei den Heimatlosen. Bei den Flüchtlingen damals wie heute. Bei den Flexiblen und Alleingelassenen in Dörfern, Städten und auf Landstraßen.

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39 Lesermeinungen zu Braucht der Glaube Heimat?
Britta schreibt:
28. August 2017, 16:34

Bitte werden Sie konkreter, Herr Schneider, was ist wirr an meinen Gedanken und der Aufzählung objektiver Fakten? Daß Sie sie nicht hören wollen?
Ja, Sie haben ganz Recht: "Du sollst deinen Nächsten lieben WIE DICH SELBST." Ein wirklicher Flüchtling ist sehr wohl mein Nächster, aber nicht die euphemistisch "Flüchtling" oder "Schutzsuchenden" genannten Horden, die derzeit in Europa einsickern, und, Sie werden es sicher gehört haben, bereits in Süditalien zu schwersten Straßenkämpfen führten. "Flüchtlinge" müßten doch eigentlich froh und dankbar sein, ein sicheres Dach über dem Kopf und genügend Speise und Trank sowie eine ärztliche Versorgung zu haben. Jedoch machen die Meisten den Fehler, diese Menschen nach unseren Standards zu beurteilen. Lesen Sie doch Albert Schweizers letztes Buch, wie er sich über die "Neger" äußert, denken Sie doch mal, daß Moslems die Einladung Merkels (zu deren Wandlung empfehle ich ihre Rede zum CDU-Parteitag 2003 in Leipzig) durchaus als dejavus der Einladung Mohammeds nach Medina sehen könnten (damalige Folgen der ersten Hidschra sind bekannt). Ich bin weder zynisch noch resigniert, ich habe einfach zwei Blicke ins Leben und nur einen ins Buch! Und ich sehe mich in der Verantwortung gegenüber meinen Nächsten, nämlich meinen Nachkommen und den Angehörigen unseres Volkes (Sie haben richtig gelesen: unseres Volkes, noch gibts das nämlich!)! Diese werde ich nicht für eine mir aufgezwungene "moralische Verpflichtung", die die Worte "Schutzsuchender" oder "Flüchtling" suggerieren sollen, aufgeben! Da die "Flüchtlinge" in den zwei Heimen Ihres AG ziemlich sicher nicht die Definition nach GG bzw. Genfer Flüchtlingskonvention entsprechen, sehe ich mich nicht genötigt, dem Konjunkturprogramm für Ihren AG neben meinen Steuergeldern noch meine Arbeitskraft zu schenken, die wird anderswo im Ehrenamt nötiger gebraucht, für die, die medial nicht so hoch gefeiert werden. Ich sehe nichts Unbiblisches an diesem Handeln.

Marcel Schneider schreibt:
31. August 2017, 16:29

Ich bin mit leeren Händen auf diese Welt gekommen und werde auch mit leeren Händen wieder gehen, Britta. Alles, was ich habe, habe ich durch Gott. Nichts gehört mir. Die Gedanken "Ich will bestimmen, was mit meinen Steuergeldern gemacht wird" oder "ich will bestimmen, wer nach Deutschland kommen darf" sind mir zutiefst fremd. Als Christ helfe ich jedem Notsuchenden.
Im Januar habe ich am Albertplatz früh um 8 einen schlafenden Mann gefunden, nur im T-Shirt, bei 0°C. Er war im Alkohol eingeschlafen und wäre erfroren. Keiner hat geholfen. Die einen hatten die Ausrede "Ich muss zur Arbeit", die Anderen "Selber schuld, wer im Suff einschläft", die Dritten "Wer weiß, ob der Krankheiten hat", die Vierten "Mir hilft doch auch keiner". Ich habe als einziger am belebten Albertplatz geholfen und den Notarzt geholt. Weil mir egal ist, wie jemand in eine Notlage gekommen ist, ob er schuld ist oder nicht, ob ich ihn mag oder nicht, ob ich mich schmutzig mache oder nicht. Weil der Mann ohne meine Hilfe erfroren wäre, habe ich eine Auszeichnung der Polizei erhalten, auch die SZ hat mit mir darüber einen Artikel gemacht. Die Solidarität und die Mitmenschlichkeit gehen leider immer mehr verloren.
Wenn Sie Flüchtlinge in Anführungszeichen setzen, nehmen Sie den betroffenen Menschen einen Teil Ihrer Würde und das ist nicht hinnehmbar. Jeder ist mein Nächster, egal welcher Hautfarbe. Wenn unsere Kinder mal groß sind und nach einer Alkoholparty in der Neustadt einschlafen, möchte ich doch auch, dass denen einer hilft und sie nicht erfrieren lässt, oder? Man muss also mit gutem Beispiel vorangehen.
Was Ihre Argumentation mit der Genfer Flüchtlingskonvention angeht, die Sie immer wieder bringen: da sind Sie auf dem Holzweg.
Auf der Webseite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge steht: "2016 erhielten 36,8 % der Flüchtlinge Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft nach GFK (Genfer Flüchtlingskonvention). Weitere 22,1 % erhielten subsidiären Schutz, sodass rund 59 % der Flüchtlingen die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt wurde".
Ihre Argumentation wird dadurch komplett widerlegt. Es gibt sehr viele Menschen, die zu Recht in Deutschland sind und die echte Flüchtlinge sind. Unbiblisch ist es, wenn Sie "Flüchtlinge" schreiben, damit entwürdigen und entmenschlichen Sie diese.
Bei uns im Haus wohnt ein junger Syrer. Von den 10 Sprachen, die ich spreche, sind 2 Türkisch und Arabisch. Ich bekomme so Informationen aus erster Hand, wie es den Menschen in Syrien geht und kenne es nicht nur vom Hörensagen. Und: wenn wir mal nicht da sind, passt der Syrer auch mal auf die Kinder auf. Würde bei Ihnen gar nicht gehen? Weil: Angst, Vorurteile, Leben in einer "Echokammer", wo man immer nur das bestätigt bekommt, was man eh schon zu wissen glaubt. Ich glaube an das Gute im Menschen.

Britta schreibt:
31. August 2017, 22:42

Was sagen Sie als moralisch off nsichtlich so hochstehender Mensch eigentlich zu dem Vergewaltigungsopfer oder zu Eltern wie denen von Niklas Pöhler? Welche Würde hat jemand, der eine leistungslose Versorgung sucht? Ach, ich vergaß, gibts in Ihrer Welt nicht. Aber meine Heimat wird durch solche Menschen zunehmend verändert - in eine Richtung, wo nicht nur ich mich nicht mehr wohlfühle.
Wie sich doch die Angaben widersprechen: laut UN-Angaben sind von den Mittelmeerpassanten nur 2-max. 3% überhaupt asylberechtigt. Wie christlich handeln Leute, die Menschen anderen Menschen zur Vollalimentation unterschieben? Alles, was verteilt wird, muß nämlich erarbeitet werden, und zieht man die Staatsquote ab, sind es max. 15 Millionen Menschen hier, die das Sozialsystem speisen. Und die ungefragt dauernd neue Lasten aufgelegt bekommen durch Leute, die zumeist keine Nettoeinzahler sind.

Gert Flessing schreibt:
02. September 2017, 10:26

Es ist schön, dass Sie sich engagieren. Es ist auch schön, dass sie zehn Sprachen sprechen. Das kann wahrlich nicht jeder von sich behaupten.
Aber wie ist es mit Ihrer "Echokammer"?
Sie scheinen mir, vermutlich, weil Sie meinen, der Mensch an sich sei gut, einige Aspekte bewusst auszuklammern.
Nun, ich spreche keine zehn Sprachen, aber ich weiß, dass das "Sinnen und Trachten des menschlichen Herzens böse von Jugend an" ist.
Das ist nicht so sehr meine Erkenntnis, als die, die Gott hatte, als sich die Wasser der Sintflut verlaufen hatten.
Da ich einige viele Jahre des Dienstes, der mich mit vielen Menschen verbunden hat, hinter mich gebracht habe, möchte ich Gott nicht widersprechen. Zumal ich auch mein eigenes Herz durchaus kenne.
Ja, der Typ auf der Parkbank war nicht unschuldig daran, dass er beinahe erfroren wäre. Gut, dass Sie dafür gesorgt haben, das er vielleicht mal drüber nachdenken kann.
Auch ich kenne Flüchtlinge, die ich durchaus in Anführungszeichen setzen möchte, weil sie keinen guten Willen erkennen lassen, sich überhaupt in unser System einzufügen. Nicht einmal, indem sie die Sprache erlernen.
Ich kenne aber auch genügend Deutsche, deren Willen zu mehr als "Alkoholparty in der Neustadt" nicht reicht und die dennoch meinen, das ihnen dieses oder jenes an Guttaten, aus den Steuermitteln, die jene erarbeiten, die anders ticken, zustehen.
Gewiss kommen wir mit leeren Händen auf die Welt und das letzte Hemd hat keine Taschen. Aber dazwischen liegt das, was man so schön Leben nennt.
Wenn wir Menschen die leeren Hände füllen wollen, müssen wir etwas tun.
Das können wir nur, wenn wir, in unserer Heimat, in Deutschland, dafür sorgen, das die Gesellschaft ordentlich funktioniert.
Gert Flessing

Manfred schreibt:
02. September 2017, 17:13

@Marcel Schneider!
>>>Als Christ helfe ich jedem Notsuchenden.<<<
Nicht nur als Christ muss man Notsuchenden helfen!
Der Unterschied liegt in der Betrachtungsweise der Wirklichkeit.
Es gibt sehr, sehr viele Menschen, welche sinnbildlich am Albertplatz liegen und wer hilft diesen?
Diese Menschen (die Armen, nicht so im „Verstellen“ geübten, etc.) kennt kaum Einer von der gebildeteren Elite, geschweige, es wird ihnen nur die geringste Achtung entgegengebracht.
Viele Menschen haben (zum Beispiel) Kinder, die in der Schule nicht so mitkommen.
Die Eltern sind oft auch nicht die Überflieger in Punkto Wissen.
Sollen diese Kinder alleingelassen werden und warum?
Ich helfe auch hier, entsprechend meiner bescheidenen Möglichkeiten.
Heute müssen Eltern einspringen, damit Kinder in der Schule überhaupt einen einfachen Unterricht erhalten können!
Es hilft absolut nichts, dass die Spitzenpolitiker sinn leere Aussagen von sich geben.
Was soll so ein Satz: Deutschland, wo wir gut und gerne leben!
Wer ist eigentlich WIR?
Deutschland ist nicht mehr die Heimat welche ich aus meiner Erinnerung noch kenne.
Es ist ein Land der Egoisten und der Heuchler.
Es wird nur dort von Politikern und sonstigen Machern geholfen, wo sie sich auch im Scheinwerferlicht zeigen können (zum Beispiel mit den Flüchtlingen).
Wer hat Frau Merkel & Co. schon einmal bei einer Tafel oder in einem Obdachlosenheim gesehen?
Wehe diese Lichter sind verloschen…
Die im Schatten sieht man halt nicht!
PS. Ich verstehe Britta vollkommen!

Gert Flessing schreibt:
03. September 2017, 9:48

Lieber Manfred,
natürlich sind wir, zunächst einmal, dazu aufgerufen, jedem Notleidenden zu helfen, "zuförderst aber des Glaubens Genossen".
Was aber bedeutet Hilfe? Es bedeutet auch, Menschen ihre Verantwortung für sich selbst deutlich zu machen.
Viele liegen irgendwo rum, arm, vergessen? Bitte kein falsches Mitleid! Es gibt, gerade in unserer Gesellschaft, viele, sehr viele Hilfsangebote. Man muss sich nur darum kümmern.
Ich weiß, welchen Einsatz, bei denen, die weit abgestürzt sind, die Diakonie leistet. Auch das ist ein Stück Heimat.
Achtung muss man sich erarbeiten, ja, manchmal auch erkämpfen. Es gibt da eine wunderbare Tugend: Selbstzucht.
Eltern haben Kinder, die in der Schule nicht so mitkommen? Das gab es immer. Nicht jeder muss, nicht jeder sollte Abitur machen. Wenn ich Freunde aus dem Handwerk treffe, so suchen sie Lehrlinge. Die müssen nicht Abitur haben, sondern die Grundrechenarten kennen und bereit sein, zuzufassen.
Ihre "gebildeteren Eliten" haben vor dem Handwerker, der ihren Abfluss wieder zum laufen bringt, oder ihren Kamin reinigt, sehr viel Achtung.
Derjenige, der beschließt, sein Leben als Penner zu verbringen, verdient keine Achtung.
Ein ehemaliger Mitschüler von mir war in der Schule schlecht. Er hat knapp acht Klassen geschafft. Er war dann später ein begehrter Fliesenleger.
Unterricht soll nicht einfach sein, sondern fordernd. Er soll zum Nachdenken und selbst denken anregen.
Was Kinder viel zu oft hindert, das zu tun und etwas zu werden, sind die "Smartphons", die ihr Leben mehr bestimmen, als das, was wirklich wichtig ist.
Natürlich sind Eltern da in der Verantwortung, doch bei denen ist "Selbstzucht" auch oftmals schon völlig unbekannt.
Deutschland ist auch ein Land, in dem viele die Schuld bei anderen suchen.
Das ist nämlich wesentlich einfacher, als selbst etwas zu tun, indem man an sich arbeitet und dann in die Gesellschaft hinein wirkt.
Gottvertrauen kann dabei helfen.
Gert Flessing

Marcel Schneider schreibt:
03. September 2017, 16:26

Unser letztes Staatsoberhaupt, Bundespräsident Gauck, hat
im Mai 1 Tag in einem Obdachlosenheim in Berlin Essen ausgegeben. Der Linke-Politiker Dr. Gysi verteilt jedes Jahr an Weihnachten Essen an Obdachlose.
Mein Blick ist nicht resignierend auf die Zukunft, sondern positiv und optimistisch.

Beobachter schreibt:
03. September 2017, 12:35

Herr Schneider.
"Wenn unsere Kinder mal groß sind und nach einer Alkoholparty in der Neustadt einschlafen, möchte ich doch auch, dass denen einer hilft und sie nicht erfrieren lässt, oder? Man muss also mit gutem Beispiel vorangehen." Welches Erziehungs ziel und welche Vorbilwirkung herrscht eigentlich in Ihrer Familie, wenn Sie annehmen, daß Ihre Kinder mal keinen anderen Lebensinhalt als die Gosse wählen?
Sie wollen (oder sind es sogar) so intelligent sein, was helfen Ihnen aber die 10 Sprachen, die Sie angeblich beherrschen und was für eine Atmosphäre bringen Sie Ihre Aroganz in das Gemeindeleben Ihre Anstellung ein, wenn Ihnen einfachste Anstandsregeln gegenüber Anderdenkende abgehen?
Sie versuchen ja hier nicht einmal die gutgemeinten Ratschläge eines gestandenen Pfarrers und Seelsorgers anzunehmen!
Nein, ich schließe mich der Meinung von Britta, Manfred und Gert Flessing an und halte deren Umsetzung als nachhaltiger und zielführender als Ihre linksverdrehte und arogante Naivität!

Manfred schreibt:
25. August 2017, 12:09

@Marcel Schneider, die meisten Menschen, welche sich aktiv gegen die DDR gestellt und am Ende die Ausreise beantragt hatten, waren keine Wirtschaftsflüchtlinge und wurden auch so in der BRD nicht gesehen. Ich selbst habe diesen sehr schwere Prozedur mit meiner Familie hinter mir. Wir sind vor dem politischen System geflohen und sind von einem deutschen Staat in den anderen gewechselt.
Ich werde nur die "Gespräche" mit den Verantwortlichen des MdI nur vergessen können!
Die heutigen Bewegungen sind einmal durch Kriege, aber auch durch Ausbeutung der Industriestaaten gekennzeichnet.
In die sogenannten Schurke Staaten werden auch von Deutschland Waffen geliefert, damit mit diesen Kriege geführt werden können.
Eine größere Doppelmoral kann es nicht geben. Leider hört man nichts von den Kirchen, gegen diese Unmenschlichkeit.
Im Übrigen können in einem Staat oder ähnlichen Gebilden nur von innen Veränderungen kommen, nie von außen.
In Afrika gibt es noch große Clan (ist nicht negativ gemeint), wo der Häuptling alle Rechte in sich vereint.
Kriegsflüchtlingen sollte immer geholfen werden (temporär).
Für alle anderen Menschen, gibt es eindeutige Regelungen.
Diese müssen auch abgewendet werden.

Nachtschwärmer schreibt:
18. August 2017, 1:37

Gibt es hier wirklich keinen Beitrag mehr, unter dem nicht gegen Flüchtlinge gehetzt wird?! Ich finde es unerträglich, um nicht noch deutlicher zu werden. Weil junge Männer (laut "Manfred") dunkelhäutig sind und keine Papiere haben, sind sie per se nicht hilfsbedürftig?! Das grenzt an Rassismus und ist eine Schande unter diesem Artikel! Und weil in einer Dorfkirche vielleicht Homosexuelle getraut werden, ist sie nicht mehr Heimat? Wer so was schreibt, dem war sie noch nie eine. Meine Güte, das ganze dumpfe Panorama der Feindseligkeiten -- und das soll christlich sein?

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Quelle
DER SONNTAG, Nr. 33 | 20.8.2017 Artikel drucken Artikel im ePaper anzeigen
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Meine Zunge soll singen von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind gerecht.

(Psalm 119,172)

Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.

(Kolosser 3,16)

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