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Debatte beim Bier: Leipziger Kirchentag lädt zu Kneipengesprächen ein

epd
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Kneipengespraech Symbolbild
© rhein28/pixabay

In Leipziger Kneipen haben Teilnehmer des regionalen »Kirchentags auf dem Weg« am Donnerstagabend über gesellschaftspolitische Themen diskutiert. An insgesamt acht Orten vorwiegend in der Innenstadt tauschten Zeitzeugen, Historiker und gesellschaftlich Aktive Erfahrungen aus. Die sogenannten Kneipengespräche, ein neues Format bei einem evangelischen Kirchentag, finden an allen drei Tagen des Protestantentreffens in Leipzig statt. Auf dem Programm steht beim »Kirchentag auf dem Weg« auch die Frage »Wie politisch darf Kirche sein?«

Die Veranstaltungen seien »ein Experiment, mit ernsthaften Themen in die Kneipen zu gehen«, erklärte der Leipziger Historiker und Mitinitiator Rainer Eckert. Christen müsste auch neue Formate ausprobieren. Am ersten Tag wurde über Sprache und Bibelübersetzungen, aber auch über Digitalisierung, Überwachung und Kabarett diskutiert.

In einer Kneipe stand die friedliche Revolution in der DDR im Fokus. Ehemalige DDR-Bürgerrechtler erinnerten an 1988, als die sächsische Kirchenleitung oppositionellen Gruppen die Gestaltung der Friedensgebete in der evangelischen Nikolaikirche entziehen wollte. Die Leipziger Friedensgebete waren ein wesentlicher Motor der Revolution von 1989.

Der »Kirchentag auf dem Weg« in Leipzig lädt noch bis Samstag unter dem Motto »Musik. Disput. Leben« zu insgesamt rund 500 Veranstaltungen ein. Zeitgleich finden in insgesamt sieben weiteren mitteldeutschen Städten regionale Christentreffen statt, die den zentralen 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg ergänzen. Zum Festgottesdienst am Sonntag auf den Elbwiesen in der Lutherstadt Wittenberg werden mehr als 100 000 Menschen erwartet.

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