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Freiberger Kulturinstitutionen rüsten sich für Katastrophenfall

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© poldy/pixelio.de

Am Mittwoch wird in Freiberg die »Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung in Notfällen – der sogenannte Notfallverbund Freiberg« unterzeichnet. Er soll aktiven Schutz für wertvolle Archive in Bibliotheken, Museen und Sammlungen geben. Neben dem Ephoralarchiv des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirks Freiberg sind das Bergarchiv,  die Geowissenschaftlichen Sammlungen der Bergakademie Freiberg, das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, die Terra mineralia, das Universitätsarchiv der Bergakademie Freiberg und weitere Archive beteiligt.

»In den Freiberger Archiven Bibliotheken, Museen und Sammlungen gibt es einen reichen kulturellen Schatz. Dieser Schatz benötigt einen aktiven Schutz in Notfällen. Dabei muss man gar nicht an Großschadensereignisse wie den Brand der Anna-Amalia-Bibliothek 2004 in Weimar denken, oder den Einsturz des Stadtarchivs Köln im Jahr 2009. Oft sind es kleinere, lokale Ereignisse, die das kulturelle Erbe in Mitleidenschaft ziehen können«, sagt die Direktorin des Staatsarchivs Dr. Andrea Wettmann, in einer Pressemittteilung vorab. »So verursachte ein heftiger Starkregen im Jahr 2014 einen beträchtlichen Schaden im Altbestand der Universitätsbibliothek der TU Bergakademie Freiberg, und erst vor wenigen Tagen gab es einen Schwelbrand in einem Magazin des Stadtarchivs von Freibergs Partnerstadt Darmstadt.«

Seit etwa 10 Jahren werden deshalb in ganz Deutschland regionale Notfallverbünde gegründet. Diese Verbünde haben das Ziel, die Notfallprävention der Kulturgut bewahrenden Institutionen vor Ort zu koordinieren und im Notfall sich gegenseitig personelle, materielle und organisatorische Hilfestellung zu bieten. Denn sei Kulturgut einmal geschädigt, ist eine schnelle, fachlich versierte Reaktion notwendig. Sonst entsteht unter Umständen ein nicht mehr wieder gut zu machender Schaden oder gar unwiederbringlicher Verlust.

In Sachsen gibt es bereits Notfallverbünde in Leipzig, Dresden und in der Oberlausitz. Auch in Freiberg haben sich seit Herbst 2014 auf Initiative des Bergarchivs Freiberg dreizehn Einrichtungen zusammen gefunden und ihren Zusammenarbeit für Notfälle abgestimmt. Bei der Unterzeichnung am Mittwoch sind Landrat Matthias Damm, der Freiberger Oberbürgermeister Sven Krüger, die Direktorin des Staatsarchivs Dr. Andrea Wettmann, der stellvertretende Superintendent Hans Günter Pötzsch, der stellvertretende Oberbürgermeister der Stadt Brand Erbisdorf Rudolf Knechtel und der amtierende Kanzler der Bergakademie Jens Then anwesend.

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1 Lesermeinungen zu Freiberger Kulturinstitutionen rüsten sich für Katastrophenfall
Beobachter schreibt:
10. August 2017, 16:17

Heutztage muß es ja nicht gleich ein Starkregen oder ein Schwelbrand sein! Nein, da reicht auch schon mal ein größerer LKW oder ein kleines "Bömbchen"!

Tageslosung

Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR.

(Sprüche 20,12)

Prüft aber alles und das Gute behaltet.

(1.Thessalonicheralonicher 5,21)

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