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Historikerin kritisiert männerlastige Luther-Deutung

epd
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Statue Martin Luther
© Foto: Armin Kühne

Die Historikerin Katharina Kunter kritisiert, dass die Deutungshoheit über Martin Luther im Jahr des 500. Reformationsjubiläums eindeutig bei Männern liege. Dabei gäbe es genügend Wissenschaftlerinnen und Theologinnen, die sich kompetent äußern könnten, sagte sie auf dem 35. Pfarrerinnentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau am Mittwoch in Frankfurt am Main. Diese würden jedoch nicht gefragt.

Ursachen dafür sieht die Historikerin unter anderem im 19. Jahrhundert. Während des 400. Reformationsjubiläums 1917 sei Luther dann nicht nur als nationaler Held, sondern auch als neuer deutscher Mann gefeiert worden. Gleichzeitig hätten sich die evangelischen Frauenvereine und -verbände gegen die liberale, bürgerliche und sozialistische Frauenbewegung positioniert. Der Protestantismus habe als männlich, der Katholizismus als weiblich gegolten.

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2 Lesermeinungen zu Historikerin kritisiert männerlastige Luther-Deutung
Gert Flessing schreibt:
16. März 2017, 10:01

Es ist schon interessant, welchen Schwachsinn manche Menschen verbreiten, die doch eigentlich hoch intelligent sind.
Wenn sich zu viele Männer um Luther kümmern und über ihn schreiben und reden, hätte sich doch diese Frau hinsetzen und ein fulminantes Buch über Luther aus weiblicher Sicht oder die weibliche Seite an Luther, schreiben können.
Wieso soll denn der Katholizismus weiblich sein? Wegen der Soutane, die mancher Priester trägt?
Gert Flessing

Beobachter schreibt:
20. März 2017, 10:07

Ja, es ist schon erstaunlich, was manche "wissenschaftliche Theologin" für einen Unsinn verbreitet. Da kommt einem immer wieder das Bibelzitat "Das Weib schweige ... " in den Sinn. Man kann das bei vielen "weiblichen Führungskräften" beobachten, daß gerade sie viel un- bis antibiblisches Zeug verbreiten. Die Frau "Botschafterib" ist ein belegtes Beispiel dafür. Selbst wenn sie im "Auftrag Luther" unterwegs sein soll, kommt fast nur, was Luther falsch gemacht (haben soll) hat! Da ist es doch besser, diese Frauen belästigen uns nicht mit ihrer "Kompetenz"!

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Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR.

(Sprüche 20,12)

Prüft aber alles und das Gute behaltet.

(1.Thessalonicheralonicher 5,21)

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