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Ministerpräsident Kretschmer für jüdischen Unterricht

Im Januar gab es ein Treffen mit den sächischen Bischöfen, nun folgte ein Gespäch mit jüdischen Vertretern
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Bischof Rentzing (Mitte) mit Heinrich Timmerevers (li.) und Ministerpräsident Kretschmer
© Steffen Giersch

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich in dieser Woche mit drei Gemeindevorsitzenden der jüdischen Gemeinden in Sachsen zu einem Gespräch in der Synagoge Dresden getroffen.

Mit dabei waren Nora Goldenbogen, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden und der Jüdischen Gemeinde Dresden, Ruth Röcher, Vorsitzende der Chemnitzer Gemeinde und Küf Kaufmann von der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig.

Ihnen habe er Unterstützung bei der Einführung jüdischen Religionsunterrichts zugesagt, bestätigte die Pressestelle der Staatskanzlei. Die Schülerzahl von mindestens acht Teilnehmern dafür steht möglicherweise zur Disposition – dazu werde es weitere Gespräche geben.

Weitere Termine mit Vertretern von Muslimen und Buddhisten sind geplant. Im Januar hatte es bereits Gespräche mit den sächsischen Bischöfen Rentzing und Timmerevers gegeben (siehe Foto).

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59 Lesermeinungen zu Ministerpräsident Kretschmer für jüdischen Unterricht
Beobachter schreibt:
22. Februar 2018, 11:20

Und schon gar nicht unser für Erlangung der "Glaubensgrundlagen" der Moslems, die gegen ihn gerichtet sind!!!

Britta schreibt:
22. Februar 2018, 12:33

Da es sich ja angeblich bei den Muslimen, zumindest in Mitteldeutschland, um Flüchtlinge handelt, die nach gültiger Rechtslage nach Ende des Fluchtgrundes wieder in Ihre Heimat zurückkehren und diese Wieder aufbauen werden, ist Islamunterricht hier an den Schulen absolut überflüssig. Zudem zeigte ja Vorzeige-Euro-Muslima L. Kaddor ganz praktisch, daß auch aus angeblich harmlosem, aufklärendem Islamunterricht etliche Dschihadisten hervorgehen.
Anstatt auf immer neue Rechte für nach geltendem Recht nur zeitlich begrenzt hier lebende Moslems zu pochen, sollten sich die Kirchenamtsträger lieber wieder um die Attraktivität des eigenen Glaubens und die Verkündigung der frohen Botschaft von Jesus Christus (nicht der brutalen Weltherrschaftsansprüche von Wüstengötzen) kümmern. DAS ist Zweck der Kirche!

Beobachter schreibt:
22. Februar 2018, 17:54

Gut gekonter, liebe Britta! Aus Islamunterricht gehen immer wieder etliche Dschihadisten hervor.
Warum? Weil dort nichts anderse gelehrt werden kann und darf(bei Androhung des Todes!), als im Koran und den Hadithen steht. Und das sind eben Anleitungen zur Erlangung der Weltherrschaft und/oder zum Töten der "Ungläubigen"!

Britta schreibt:
22. Februar 2018, 13:29

Passend zum Thema kulturelle/religiöse Unterweisung:

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-378713.html

Politikwissenschaftler Yascha Mounk: „„dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen, das wird, glaube ich, auch klappen, dabei kommt es aber natürlich auch zu vielen Verwerfungen.“

Man sollte sich sachlich folgende Fragen analog empirischer naturwissenschaftlicher Gepflogenheiten dazu stellen: Experiment? Wer sind die Versuchstiere/Probanden? Was sind die Verwerfungen? Was ist das Ziel des Experimentes? Plötzlich ist so manche Verschwörungstheorie schneller Realität als manchem lieb ist...

Gert Flessing schreibt:
25. Februar 2018, 11:19

Es geht um Religionsunterricht.
Lange genug habe ich Reli gegeben.
Das war keine schlechte Zeit.
Daneben gab es für jene, die "ungläubig" waren, Ethik.
Auch das hat sich bewährt.
Ich sehe es als vernünftig an, das auch die jüdische Religionsgemeinschaft einen eigenen Religionsunterricht an den Schulen anbieten kann. Wo ein Bedarf da ist, sollte der auch befriedigt werden.
Ebenso sehe ich das, im Blick auf Muslime.
Ihnen steht ebenso das Recht zu, Religionsunterricht an den schulen, zumindest in unserem Freistaat zu geben.
Um das Recht in Anspruch nehmen zu können, müssten sich aber gerade die Muslime erst einmal einigen. Dazu kommt, dass die Lehrer, die dann Islamkunde geben, nicht aus der Türkei oder von sonst wo kommen sollten, sondern hier ausgebildet sein müssten. Das der Unterricht in Deutsch erfolgt und ihm deutsche Lehrbücher zugrunde gelegt werden, versteht sich von selbst.
Dazu kommt, das jeglicher Religionsunterricht den Blick der Schüler weiten sollte und von daher, ganz selbstverständlich auch Unterrichtseinheiten zu anderen Religionen dabei sind.
Jeder Schüler sollte etwas über die großen Weltreligionen erfahren.
Die erste Einheit über den Islam habe ich zumeist schon in der sechsten Klasse drin gehabt.
Gert Flessing

Beobachter schreibt:
25. Februar 2018, 20:11

Nochmal, es ist überhaupt nicht einzusehen, warum von unseren Steuergeldern auch Muslimlehrerausbildung und -unterricht finanziert werden!
Das die Schüler etwas über andere Religionen erfahren ist nicht Aufgabe des christlichen Religionsuntterrichtes!

Johannes schreibt:
25. Februar 2018, 22:20

Lieber Herr Flessing,

so sehe ich das auch. Und auch ich habe während meiner Religionslehrerzeit natürlich, dem Lehrplan entsprechend, über Islam und Buddhismus informiert und auch Wissen abgefragt. Nach meiner vagen Erinnerung sah der Lehrplan für den Islam 10 UEn in der siebten Klasse vor. (Und da das schon Anfang unseres Jahrhunderts war, sprach noch niemand über die Gefahr der islamischen Umvolkung.) Da es zu den Aufgaben eines Religionsunterrichts gehört, über andere Religionen zu informieren, sah niemand darin etwas Böses. Und ich bin 100prozentig überzeugt, dass auch in den alten Bundesländern schon Jahrzehnte davor im Religionsunterricht dasselbe geschah. - Jeder Schüler muss etwas über die Weltreligionen erfahren. Ich habe z.B. ein katholisches Kinder/Jugendbuch vor mir mit dem Titel "So bunt ist unser Glaube" (St. Benno, 1984), herausgegebern im Auftrag der Katechetischen Arbeitsgemeinschaft im Bereich der Berliner Bischofskonferenz, da wird auf den Seiten 121-129 über den Islam informiert. Das kann also doch wohl kein Teufelswerk sein, mit Schülerndarüber zu reden...
Dass der Rel.-Unterricht in Deutsch erfolgt und deutsches, von den Kultusministerien genehmigtes Unterrichtsmaterial vorliegt, ist selbstverständlich. Und dass die Lehrer mit unsern Steuermitteln bezahlt werden, versteht sich von selbst. Sonst müssten z.B. die Abermillionen nicht kirchlich Sozialisierter schon längst auf der Straße sein, weil mit ihren Steuermitteln "umwissenschaftliche, christliche" Weltanschauung in den Schulen gelehrt wird...
So, jetzt habe ich genug zu diesem Thema geschrieben. Und ich will es auch dabei bewenden lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Lehnert

Beobachter schreibt:
27. Februar 2018, 13:00

Deutschland steht vor einer nachhaltigen Veränderung! Wenn die Islamisten an der Macht sind, wollen sie von Religionsfreiheit nichts mehr hören. Sehenden Auges, weil schon so oft gewarnt und doch blind für die Realität taumelt unser Land diesem Zustand entgegen. Wer garantiert, das die hier ausgebildeten "demokratietreuen islamischen Religionslehrer" nicht später auch in den Fundamentalismus umkippen? In den ARD Tagesthemen vom 20.2. wurde der Politologe Yascha Mounk von der Havard University interviewt. Er sagte u.a.: "...dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische, monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen. Es wird, glaube ich, auch klappen. Aber dabei kommt es natürlich auch zu vielen Verwerfungen." Mit uns wird ein Experiment gemacht. Und keiner wurde gefragt.

Beobachter schreibt:
07. März 2018, 16:44

Zum Thema evangelischer Religionsunterricht berichtete dieser Tage ein Theologieprofessor:

"Vor einiger Zeit sprach ich mit Schülern, die sich für das Theologiestudium interessieren. Darunter zwei engagierte, aus frommen Kreisen, die länger blieben. Ich hatte gemerkt, dass viele mit biblischen Inhalten nicht vertraut sind. Die Antwort der beiden: "Wenn man sich nicht privat für die Bibel interessiert, lernt man in Reli darüber nichts". Das ist kein Einzelfall. Sonst wäre nicht klar, warum ein großer Teil der Theologiestudenten kaum Ahnung von christlichen Inhalten hat - obwohl man bei denen, die ein Theologiestudium aufnehmen, damit rechnen sollte, dass sie das haben. Ich will die Frage des persönlichen Glaubens gar nicht ansprechen - den haben viele auch nicht. Aber man kann ja auch gar nicht an Jesus als Sünderheiland glauben, wenn man noch nie gehört hat, dass er für unser Sünden gestorben ist. Und das haben viele trotz Reli- und Konfirmandenunterricht noch nie gehört. Dass die Leute wissen, wer Abraham oder David ist, erwarte ich manchmal schon gar nicht mehr. "

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