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Sächsische Kirchgemeinden diskutieren über Strukturreform

epd/so
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  • Veranstaltung am Montagabend in Rodewisch © Silke Keller-Thoß

    Veranstaltung am Montagabend in Rodewisch © Silke Keller-Thoß

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  • Veranstaltung am Montagabend in Rodewisch © Ellen Liebner

    Veranstaltung am Montagabend in Rodewisch © Ellen Liebner

Angesichts sinkender Mitgliederzahlen müssen sich die Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens über Pläne für eine Strukturreform verständigen. Bei insgesamt sechs regionalen Veranstaltungen würden verschiedene Modelle für Kirchgemeindestrukturen vorgestellt, teilte das sächsische Landeskirchenamt am Dienstag in Dresden mit. Eingeladen seien haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende der Kirchgemeinden und Kirchenbezirke sowie interessierte Mitglieder.

Die Kirchenleitung hatte 2016 ein Konzept zur Strukturreform unter dem Titel »Kirche mit Hoffnung in Sachsen« erstellt. Bereits in den nächsten beiden Jahren sollen demnach rund neun Prozent der Pfarrstellen eingespart werden. Weiter würden bis 2040 schrittweise rund 40 Prozent der Pfarrstellen reduziert werden.

Die Synode beschloss auf ihrer Tagung im Frühjahr einen »Entscheidungsfindungsprozess« zur Strukturreform, bei dem die Diskussion in die Gemeinden getragen und verschiedene mögliche Modelle diskutiert werden sollen. Im Frühjahr 2018 will die Synode über die Kirchgemeindestrukturen entscheiden.

Das Landeskirchenamt sollte bis zum Herbst einen Vergleich von möglichen Strukturmodellen vorlegen. Aus den Gemeinden hatte es nach Bekanntwerden der Sparpläne mehr als 40 Eingaben an das Landeskirchenamt gegeben. Während der Frühjahrssynode hatten zudem rund 500 Gemeindemitglieder in Dresden gegen die Strukturpläne der Kirchenleitung demonstriert.  Die Gemeinden sorgen sich demnach um ihre Arbeitsfähigkeit und rechtliche Eigenständigkeit und fordern mehr Flexibilität.

Die Landeskirche verliert nach eigenen Angaben pro Jahr zwischen 12 000 bis 13 000 Mitglieder. In den kommenden 25 Jahren wird ein Schwund von derzeit 700 000 auf knapp 416 000 Mitglieder prognostiziert. Für 2019 wird von rund 660 000 Gemeindemitgliedern ausgegangen.

Die Diskussionsrunden hatten am Montag im vogtländischen Rodewisch von Sachsens Landesbischof Carsten Rentzing und dem Präsidenten der sächsischen Synode, Otto Guse, begonnen. Für weitere Foren sind den Angaben zufolge zwischen 200 bis 400 Teilnehmer angemeldet. Das Ziel der Veranstaltungen sei das gemeinsame Gespräch der Kirchgemeinden mit Mitgliedern der Landessynode und Vertretern des Landeskirchenamtes darüber, »welche Strukturen für die Kirche vor Ort sinnvoll und zukunftsfähig sind«.

In Leipzig gibt es am Dienstagabend in der Peterskirche eine Veranstaltung zur Strukturreform geben. Weitere Gesprächsrunden sind in Löbau, Chemnitz, Dresden und Döbeln geplant.

Weitere Diskussionsrunden zu den Reformen am 13. September in die Löbauer St. Nikolaikirche, am 16. September in die Chemnitzer St. Markuskirche, am 17. Oktober in der Dreikönigskirche in Dresden und am 18. Oktober in die Döbelner St. Nikolaikirche jeweils um 18.30 Uhr eingeladen.

Lesen Sie mehr über die Ergebnisse und Eindrücke der Teilnehmer in Rodewisch in der aktuellen SONNTAG-Ausgabe, die ab Donnerstag erscheint.

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