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Schweigemarsch lautstark von Gegnern flankiert

Christine Bergmann
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Zirka 785 Personen nahmen am 8. Schweigemarsch für das Leben in Annaberg-Buchholz teil. Unter dem Motto: »Hilfe zum Leben statt Hilfe zum Töten« hatte der Verein Lebensrecht Sachsen zum wiederholten Mal in die Bergstadt eingeladen, um schweigend für das Lebensrecht ungeborener Kinder und gegen Sterbehilfe zu demonstrieren.

Thomas Schneider, Vorsitzender des Vereines, hatte zur Abschlusskundgebung mehrere Redner eingeladen, darunter Hedwig Freifrau von Beverfoerde, Koordinatorin von »Demo für alle«, einer Magdeburger Organisation zum Schutz von Ehe und Familie, und Gerhard Steier, Geschäftsführer beim Lebensrechtsverein »Kaleb«.

Begleitet wurde der Marsch von reichlich 200 Veranstaltungsgegnern. Mitglieder und Sympathisanten des Bündnisses »Pro Choice Sachsen« aus Chemnitz, Dresden, Jena und Leipzig waren am Montagabend in die Erzgebirgshauptstadt gekommen. Sie störten vor allem die Abschlusskundgebung lautstark in direkter Hör- und Sichtweite. Ein starkes Polizeiaufgebot sicherte den Marsch für das Leben ab.

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17 Lesermeinungen zu Schweigemarsch lautstark von Gegnern flankiert
Bastl schreibt:
13. Juni 2017, 15:02

Als anwesender Teilnehmer möchte ich darüber berichten:
Am Montag (12. Juni 2017) fand 18 Uhr in Annaberg-Buchholz der 8. Schweigemarsch für das Leben statt. Veranstalter war der Verein "Lebensrecht Sachsen e.V.".
Beginn war gegenüber des Erzgebirgsklinikums. Nach ein paar kurzen Worten und dem Verlesen der Demonstrationsauflagen durch Thomas Schneider (Vorsitzender Lebnesrecht Sachsen), liefen die knapp 800 Teilnehmer unter dem Motto "Hilfe zum Leben statt Hilfe zum Töten" vom Barbara-Uthmann-Ring zum Marktplatz, wo es eine Kundgebung gab. Dort sprach mit Hedwig Freifrau von Beverfoerde (Magdeburg) die Koordinatorin der „Demo für alle“. Diese engagiert sich auch gegen den Rot-Grünen Bildungsplan, Genderisierung und Frühsexualisierung. Danach kam ein Familienvater zu Wort, dessen Kind aufgrund einer Hirnerkrankung behindert ist. Die Familie hatte sich dennoch für die Geburt entschieden und sind mit ihrem jetzt 5-jährigen Sohn glücklich. Schließlich hielt Gerhard Steier (Chemnitz), der Geschäftsführer von KALEB, eine Rede. Er betonte, dass das eigene Selbstbestimmungsrecht nicht über das Lebensrecht anderer Menschen gestellt werden darf. Danach gab es noch kurze Statements, auch vom leitenden Referenten des CVJM, der über den Vandalismusanschlag der letzten Woche sprach.

Begleitet wurde der Schweigemarsch und die Kundgebung von etwa 200 linksradikalen Gegendemonstranten aus dem Spektrum der Antifa, die versuchten mit lauter Musik und aggressiven Parolen die Demonstration zu stören. Diese waren kaum aus dem Umfeld, sondern reisten mit Bussen aus verschiedenen Großstädten (Berlin, Leipzig...) an. Unterstützt wurden diese Jugendlichen von einigen Politikern der Linken, der Grünen und der SPD, darunter Petra Köpping (Staatsministerin für Gleichstellung und Integration).
Bereits im Vorfeld wurden Plakate des Schweigemarsches zerstört oder mit Parolen beschmiert. Es gab auch einen Vandalismusanschlag mit Farbbeuteln und Graffiti auf das Veranstaltungszentrum des CVJM in Dresden, bei dem ein Sachschaden von ca. 18.500 Euro entstand.
Der Bischof der sächsischen Landeskirche Dr. Carsten Rentzing war weder anwesend noch wurde ein Grußwort von ihm verlesen. Anwesend waren aber der Superintendent des Bezirks Annaberg und einige AfD-Politiker.
2018 soll der 9. Schweigemarsch am 2. Juni (ein Samstag) stattfinden.
Noch kurz zu den Teilnehmerzahlen aus der Presse:
Es ist wie so oft. Die 650 Teilnehmer der FP sind zu tief angesetzt. Bei einer Zählung wurden 783 ermittelt (und es gab viel Kleinkinder). Deshalb ist es realistisch, dass Radio Sachsen von "fast 800" berichtet. Die mit 300-350 angegebenen Gegendemonstranten scheinen mir deutlich zu hoch angesetzt. Hier gehe ich von ca. 200 aus.

Gert Flessing schreibt:
13. Juni 2017, 17:03

Pro Choice? Was ist denn das? Unter "Organisation zum Schutz von Ehe und Familie" kann sich ein normaler Mensch noch was vorstellen. Unter KALEB auch.
Aber was soll der andere Quatsch? Rumbrüllen, Lärm machen, das scheint schick zu sein, vor allem bei denen, die sich so sehr "progressiv" gebärden.
Unsere Gesellschaft jammer über eine Überalterung und nicht genügend junge Menschen.
Aber diese gleiche Gesellschaft kratzt tausende von Kindern in die Tonne.
Pro Choice? Pro Scheiß!
Gert Flessing

Erzgebirgler schreibt:
14. Juni 2017, 13:38

Ich war auch anwesend.
Die fehlende Reaktion des Bischofs bzw. der Landeskirche überrascht mich nicht mehr - ich wäre eher erstaunt, wenn sie reagiert hätten. Die Sorgen, die die "Eliten" der EKD haben, konnte man auf dem Kirchtag sehen - "oversexed and underfucked".
Dieses Salz ist fade geworden.

Danke an den Superintendenten des Bezirks Annaberg und die anwesenden AfD-Politiker!

Eine Gesellschaft, die Ihre Kinder auf den Müll wirft, landet selbst auf dem Müllplatz der Geschichte, so habe ich sinngemäß einen Satz von Gerhard Steiner in Erinnerung.

Ich glaube das stimmt. Nur wird das mit der Gesellschaft nicht so schnell gehen, wie bei einem Kind, es wird noch viel furchtbarer.

Die Bibel benennt einige "totsichere" Wege, wie eine Nation zielgenau in den Untergang geführt werden kann.
Eine davon ist, unschuldiges Blut zu vergießen.

Und was gibt es Unschuldigeres als ein ungeborenes Kind.

Andere "totsichere" Wege in den Untergang sind sexuelle Verirrungen wie Hurerei, Ehebruch, Homosexualität, Pädophilie, Sodomie sowie praktizierter Okkultismus.
In allen genannten Bereichen bewirbt sich diese "bunte" Republik um einen Spitzenplatz.
Dazu kommt zunehmender Baalskult (heißt jetzt Allah, glaube ich).

Wie die Jugend dieser Gesellschaft dann konditioniert ist, war auf dem Markplatz von Annaberg zu sehen und zu hören. Den Marktplatz von Sodom stelle ich mir ähnlich vor. Es kann einen nur grausen, wohin diese Jugend triftet.

Bei der sog. "Freien Presse" argumentiert eine SPD-Politikerin (Simone Lang): "Das Recht auf Selbstbestimmung ist nicht verhandelbar."
Sie meint natürlich nur das Recht der Frau, das Recht des Kindes ist außerhalb ihres Blickfeldes.
Vmtl. weil das Kind in ihren Augen kein Mensch ist.
Ist ja nur ein "Zellklumpen".

Das Ziel einer Abtreibung ist für jeden klar, der über einen Rest an Verstand verfügt.
Es soll kein "Zellklumpen" (klingt ein wenig wie Krebs) verhindert werden.

Es soll einzig und allein verhindert werden, dass ein Mensch entsteht.
Denn genau das würde passieren, wenn nicht mordend eingegriffen würde.

Es gibt dabei nur ein Problem:
Dazu ist es bei der Abtreibung zu spät, der Mensch ist schon entstanden!

Hätte man z.B. auf Sex verzichtet, wäre tatsächlich kein Mensch entstanden, denn man dann meucheln "muss".
Dass ein Mensch - mein Kind - für etwas Spaß mit dem Leben bezahlen muss - das jedoch ist in der heutigen verkommenen Gesellschaft akzeptabel und fair.
Das ist das "Recht auf Selbstbestimmung", das bewahrt werden muss.

Nun - der Schöpfer unser aller - der der "Lebenschützer", der der Politiker und Bischöfe, der der "Ärzte", der der "Antifanten" und nicht zuletzt der der gemeuchelten Kinder hat die passende Währung, um den "Spaß" auszuzahlen.

Möge Er dieser Nation gnädig sein und noch etwas Zeit zum Umdenken gewähren!

Beobachter schreibt:
14. Juni 2017, 18:59

Das schlimme daran ist ja, daß die Schreikinder und "Anifanten" von Politikern unterstützt, finanziert und rangekarrt werden. Bastl hat es ja wieder berichtet, die wenigsten davon wohnen vor Ort oder in der Nähe. Diejenigen, die diese Kinder und Jugendlichen verführen, werden es einmal rechtfertigen müssen!

Gert Flessing schreibt:
17. Juni 2017, 10:04

Alles gut und schön. Aber ich denke schon, das die Aufzählung von, vermeintlich sexuellen Abnormitäten, ein wenig albern ist.
Einvernehmlicher Sex zwischen erwachsenen Menschen ist nichts, was ich verurteilen würde. Zumal es diverse Möglichkeiten gibt, eine Schwangerschaft zu verhüten.
Die Sexualität ist uns von Gott gegeben. Er gab sie uns, damit wir aneinander und miteinander Freude empfinden. Sie ist Teil der Liebe und, in gewisser Weise, der Teil, der uns besondere Höhen schenken kann.
Wer also Sexualität verteufelt und schlecht redet, der redet Gottes gute Gabe schlecht.
Gert Flessing

Empörter Leser schreibt:
14. Juni 2017, 17:40

Warum werden hier in einem Portal einer Kirchenzeitung Beiträge veröffentlicht, die wie No 3 den Kirchentag und Repräsentanten der EKD in übelster Weise diffamieren, sexuelle Minderheiten diskriminieren und vor Haßparolen nur so strotzen?! Wenn das die Denkweise angeblicher selbsternannter Lebensschützer ist, dann vielen Dank auch! Das ist einer Kirchenzeitung unwürdig!

Beobachter schreibt:
14. Juni 2017, 22:13

Ach Herr L., Sie müssen doch nicht hier lesen und mitdchreiben! Ansonsten wäre es hilfreich, wenn Sie Ihre Behauptungen und Angriffe stichhaltig untermauern würden. Ich kann in den Beiträgen der hier bisher Schreibenden nur Fakten finden!

Gert Flessing schreibt:
16. Juni 2017, 13:44

Empörung ist so eine schöne Sache. Man benötigt keinerlei Argumente.
Abtreibung, die ohne medizinische Notwendigkeit gemacht wird, ist ein Verbrechen gegen das Leben.
Das sollte selbst in einer derart kinderfeindlichen Gesellschaft, wie der deutschen, deutlich sein.
Das sich die führenden Leute der Kirche nicht äußern und schon gar nicht positiv zum Marsch für das Leben, hat auch damit zu tun, dass sie sofort all die "Empörten" gegen sich hätten, die sich selbst und ihre kleinen und kleinlichen Belange, so wichtig nehmen.
Nein, hassen muss man Menschen nicht, die ein kleines Leben lieber entsorgen, als es zu versorgen. Sie können einem nur leid tun.
Und die "Empörer"? Hassen? eher nicht. Ich kann solche Menschen nur verachten.
Gert Flessing

Tommy schreibt:
17. Juni 2017, 21:21

Sehr geehrter Empörter Leser, für mich ist Ihre Kritik amKommentar 3 nicht nachvollziehbar. Ich sehe weder ein "in übelster Weise diffamieren, noch diskriminieren, auch keine Haßparolen". Eine Kritik an den Repräsentanten der EKD wegen ihrer Haltung zur Abtreibung - Mord - ist wohl nicht angebracht, im letzten Jahr wurden nach offizieller Statistik knapp 100 000 Kinder brutal bei lebendigen Leibe zerstückelt, "Ehrliche" Schätzungen gehen von mindestens 150 000 aus. Wenn Sie der Ansicht sind, daß ein "Selbstentscheidungsrecht", ein "Recht auf Abtreibung" als "Menschenrecht" besteht, also das "Recht" eines Menschen, einen anderen auf brutalste Weise umzubringen, weil er selbst es so entscheidet, dann sollten Sie in der Bibel lesen....
Ich selbst arbeite seit über 25 Jahren bei KALEB, ich weiß, unter welchen Druck schwangere Frauen oft gesetzt werden, welches Halbwissen Ärzte und "Abtreibungsberater" den betreffenden Frauen vermitteln....
Tommy

Britta schreibt:
22. Juni 2017, 13:02

Warum empört sich der empörte Leser nicht über den jährlich mehr als hunderttausendfachen Mord an unschuldigen Kindern, der mit keiner "Notlage" o.ä. gerechtfertigt werden kann. Normalerweise sollte es keine Frage geben, wie sich eine christliche Kirche dazu positioniert.... Wenn Jesus dort noch eine Rolle spielen würde (Lasset die Kindlein zu mir kommen...) - tut er aber nicht, wie empört festgestellt wurde, lieber liefert man auf sogenannten Kirchentagen Politikern ein Wahlkampfforum und wundert sich dann, daß die Besucherzahlen ein Bruchteil des Erwarteten betrugen. Dafür sammelt man nun in allen Kirchgemeinden Spenden für die Defizite?! Was würde Jesus wohl zu all dem sagen?

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