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SPD kritisiert Landeskirche wegen Jens Ullrich

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Jens Ullrich
Jens Ullrich darf vielerorts nicht arbeiten. © Lars Rosenkranz

Nach Bekanntwerden des Predigtverbotes gegen den evangelischen Jugendwart Jens Ullrich (54) wegen dessen Homosexualität im SONNTAG vom 11.06.2017 und zuletzt in der Dresdner Morgenpost wirft der SPD-Landesverband der sächsischen Landeskirche »offene Diskriminierung« vor. »Diese Zustände erinnern an die finstersten Zeiten der Schwulenverfolgung, als homosexuellen Männern Berufsverbote drohten, wenn sie sich outeten oder geoutet wurden«, erklärte Oliver Strotzer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Akzeptanz und Gleichstellung in der SPD Sachsen, am Montag in Dresden.

Die sächsische Kirchenleitung stellte sich dagegen erneut hinter den Jugendwart und kritisierte das Predigtverbot. Schon nach dem Beschluss einiger erzgebirgischer Kirchgemeinden vor zwei Jahren, der Ullrich wegen seiner Homosexualität als quasi unerwünscht erklärt hatte, habe die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens mit »Kritik und Unverständnis« reagiert, betonte Landeskirchensprecher Matthias Oelke am Montag in Dresden.

Der Beschluss sollte zurückgenommen werden. Bisher sei das aber nicht passiert. Tatsächlich werde der Jugendwart, der beim Kirchenbezirk Aue angestellt ist, von einigen Gemeinden im Erzgebirge nicht mehr zu Veranstaltungen eingeladen, bestätigte Oelke. Die Situation vor Ort sei »leider unverändert«. Allerdings stehe sein Arbeitgeber, der Kirchenbezirk, hinter ihm.

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8 Lesermeinungen zu SPD kritisiert Landeskirche wegen Jens Ullrich
Johannes schreibt:
17. August 2017, 11:58

Die beiden Feststellungen am Ende des Artikels, die ja nur Stillstand bedeuten, machen mich zornig. Kann Kirche so mit einem Mitarbeiter umgehen, von dem außerdem gesagt wird, dass er bibeltreu seist und die Jugend für das Evangelium begeistere? Es ist schon verwunderlich, dass "Knolli" noch nicht hingeschmissen hat , wer wollte ihm das verdenken? Aber der Sinn seines Lebens, Jugendliche für die Sache Jesu zu begeistern, wäre dahin. - Es ist dringend eine Entscheidung nötig, und zwar nicht über J.Ullrich oder gar auf seinem Rücken - eine jesusgemäße Entscheidung kann nur mit ihm gemeinsam getroffen werden.
Johannes Lehnert

Beobachter schreibt:
17. August 2017, 15:47

Wie kann ich Jugendliche für Jesus/Gott begeistern, wenn ich vorlebe, was Gott ein Gräuel ist?

D. Müller schreibt:
12. Oktober 2017, 11:33

Genauso, wie wenn man gerne eine Suppe mit Muscheln isst. Auch "Gott ein Gräuel". Stattdessen konnte ich noch nie verstehen, wie man Jugendliche für Gott begeistern kann, wenn man nicht seine Sklaven züchtigt, und seinen störrischen Sohn steinigt, wie es Gottes Wort eindeutig vorschreibt!

Beobachter schreibt:
17. August 2017, 13:34

Es gibt also doch noch Kirchengemeinden, die sich am WORT GOTTES orientieren! ERsegne und stärke sie!

D. Müller schreibt:
12. Oktober 2017, 11:35

ER segne Herrn Ullrich und seinen Partner!

Gert Flessing schreibt:
17. August 2017, 21:29

Ja, "der Gerechte muss viel leiden". Der Selbstgerechte verursacht vielen Leiden.
Es ist gut, dass der Herr nicht auf der Seite der Selbstgerechten steht, auch wenn sie noch so sehr posaunen, ihm zu dienen.
Gert Flessing

Reinhard Hopp schreibt:
19. August 2017, 20:01

Die sächsische SPD scheint die Situation nicht verstanden zu haben, wenn sie die Landeskirche kritisiert, welche den Jugendwart ja stützt und bezahlt. Oder erwartet die SPD, dass die Kirchenleitung nach unten durchregiert und die Ortsgemeinden zwingt, den Mann einzuladen? dann hätte sie die Demokratie nicht verstanden. Übrigens habe ich mir die "die finstersten Zeiten der Schwulenverfolgung" schlimmer vorgestellt als dass souveräne Ortsgemeinden Herrn Ullrich nicht mehr buchen. Jaja, der Obrigkeitsstaat ist noch in vielen Köpfen.

Beobachter schreibt:
20. August 2017, 22:54

Ja Reinhard, das ist eben linke Demokratie. Das kennen wir doch, "die Partei, die Partei, die hat..."! Und das Politbüro bestimmt, was unten gemacht werden muß!
Das berührt dann auch die Frage Gerechter und Selbstgerechter. Man muß dabei fragen, wer was ist!

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Der HERR wird den Armen nicht für immer vergessen; die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren sein ewiglich.

(Psalm 9,19)

Wir werden beim Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.

(1.Thessalonicheralonicher 4,17-18)

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