
Platz 22 belegen die Deutschen im neuen »Weltglücksbericht«. Der Name über- treibt. Tatsächlich untersucht das Wellbeing Research Centre der Universität Oxford das »Wohlbefinden«. Erhellender als die Rangfolge sind die Kriterien, nach denen die Forscher das gemessen haben: Teilen und Kümmern.
Eine Erkenntnis: Wer sich um Andere kümmert und mit ihnen teilt, dem geht es besser. Paradoxerweise funktioniert das am besten, wenn ich zuerst die Anderen im Blick habe, also gerade nicht nur deswegen helfe, um mich selbst gut zu fühlen. Freiwillig muss es geschehen. Und man muss erleben, dass es dem Menschen, dem man hilft, besser geht. Nächstenliebe also. Aufschlussreich, wie viele christliche Verhaltensweisen das Wohlbefinden heben. Wo zehn Prozent mehr Personen spenden, ehrenamtliche Arbeit leisten und Fremden helfen, stirbt einer pro 100 000 Menschen weniger an Verzweiflung, errechneten die Forscher. Als entscheidend erweist sich Gemeinschaft. Leute, die mit anderen zusammen wohnen, sind zufriedener. Zufriedener sind auch jene, die mit Anderen zusammen essen. Dass die US-Amerikaner um einen Platz auf den 24. zurückfielen, hat einen Grund darin, dass immer mehr Leute dort alleine futtern. Das beeinflusst den sozialen Umgang miteinander negativ.
Könnte dem Gottesdienst nicht häufiger ein gemeinsames Mahl folgen? Für jüdische Gläubige und in anderen christlichen Konfessionen gehört es dazu. Immerhin, wir Lutheraner haben unser Kirchencafé. Was ausbaufähig wäre. Die Skandinavier kümmern sich mehr umeinander und betrachten sich weniger als Konkurrenten. Deswegen liegen sie im Spitzenfeld. In Finnland wird Wertschätzung schon in der Schule gelehrt. Sie belegen Platz 1 – seit acht Jahren.
Impressionen vom Elbe-Tauffest
Impressionen vom Elbe-Kirchentag in Pirna
Festtag 100 Jahre Glaube + Heimat
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