Wo Menschen sich verschenken
»Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.« Johannes 12, Vers 24
Mitten in der Passionszeit lesen wir ein Wort aus dem Johannesevangelium. Eigentlich spricht Jesus von seinem Sterben. Aber er spricht darüber mit einem völlig anderen Bild – dem Saatkorn.
Ein Saatkorn muss sterben, um neues Leben hervorzubringen. Es muss von sich absehen und sich selbst aufgeben. Alleinbleiben ist Fruchtlosbleiben. »Fallen« und »sterben«, das führt zu »viel Frucht«. Das Sterben des Weizenkornes dient dabei nicht nur den anderen und bringt Frucht im Interesse der anderen.
Auch das Weizenkorn kommt nicht zu kurz. Sein Sterben wird zum Bewahren des eigentlichen Lebens. Es ist ein Hoffnungsbild inmitten harter Realitäten. Unser Leben dümpelt nicht nur so dahin und endet früher oder später. Nein – es hat eine irdische Tiefe und eine himmlische Höhe.
Unser Leben trägt den Keim der Verwandlung und des Neuwerdens in sich. Das ist eine Zusage! Das dürfen wir uns nicht nehmen lassen – gerade nicht in Zeiten wie diesen. Gerade nicht in Krisenzeiten. Denn natürlich leben wir in dieser Welt mit ihren Katastrophen und Krisen.
Auch der stärkste Glaube bleibt nicht unbeeindruckt und unangefochten. Gerade in diesen Zeiten sagt das Bild vom Saatkorn: Hingabe ist kein Ende, sondern der Beginn von etwas Neuem. Die Frucht, die aus Jesu Tod wächst, sind wir – eine weltweite Gemeinschaft des Glaubens. Auch in dunklen Zeiten tragen wir den Glanz der Auferstehung in uns. Wo Menschen sich verschenken, wächst Hoffnung.
Impressionen vom Elbe-Tauffest
Impressionen vom Elbe-Kirchentag in Pirna
Festtag 100 Jahre Glaube + Heimat
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